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Ausbildungswochenende

06.10.-07.10.2017

 

Da viele Themen zu komplex sind, um sie in einem der zahlreichen Feuerwehrübungsdienste abschließend zu behandeln, findet einmal im Jahr bei der Feuerwehr Oberraden-Straßenhaus ein Ausbildungswochenende statt.
Schwerpunkt der diesjährigen Ausbildung war das Thema des Atemschutzeinsatzes.
Was ist ein Atemschutzeinsatz? Atemschutz wird für die Durchführung von Tätigkeiten benötigt, bei denen mit dem Vorkommen von Atemgiften und anderen gesundheitsschädigenden Substanzen in der Luft zu rechnen ist. Der wichtigste Grundsatz für einen Atemschutzgeräteträger ist: „Wer gesund in den Atemschutzeinsatz geht, muss auch gesund wieder herauskommen!"
Begonnen  wurde am Freitag, den 06.10.2017 um 18:30 Uhr mit dem theoretischen Teil. Zuerst wurden die Grundlagen des Atemschutzeinsatzes verdeutlicht. Neben dem Aufbau eines Atemschutzgerätes, dem Verhalten der Feuerwehrleute im Einsatz und speziell in Notsituationen wurde auch auf die Orientierung in verrauchten Gebäuden sowie das gezielte Absuchen und Kennzeichnen von Räumen eingegangen. Um den eingesetzten Feuerwehrleuten im Einsatz ein Höchstmaß an Sicherheit zu bieten, befindet sich außerhalb des Gebäudes immer die Atemschutzüberwachung. Diese besteht aus einem weiteren Feuerwehrmann, der über Funk mit den Atemschutzgeräteträgern verbunden ist. Er weiß aufgrund der ständigen Kommunikation zu jeder Zeit, wie viel Sauerstoff in den Flaschen und somit Zeit für den Einsatz noch bleibt und wo sich die Kameraden im Gebäude aufhalten. Als Hilfsmittel dient dabei eine Überwachungstafel. Auch die richtige Handhabe damit wurde den Feuerwehrleuten erneut erklärt.
Als weiterer Punkt wurde der Umgang mit der Wärmebildkamera geübt sowie Vor- und Nachteile besprochen. Die Wärmebildkamera hilft den Feuerwehrkameraden, Räume gezielt nach hohen Temperaturen abzusuchen. Mittels Infrarotstrahlen wird die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung von Objekten oder Körpern dabei sichtbar gemacht. Somit können in verrauchten Räumen Menschen oder Glutnester schneller gefunden werden.
Am Samstagmorgen begann der praktische Teil der Ausbildung. Nun wurde das umgesetzt, was man am Tag zuvor theoretisch gelernt hat. In Gruppen aufgeteilt wurden in drei Stationen die Themen Atemschutzüberwachung und Wärmebildkamera, der Umbau von Atemschutzgeräten sowie das Training im Umgang mit Hohlstrahlrohren und der Schlauchreserve im Innenangriff geübt.
Am Ende des Ausbildungswochenendes fand eine große Einsatzabschlussübung statt, bei der die vorher geübten Abläufe im Atemschutzeinsatz für den Ernstfall trainiert wurden.